Anfang Juni war ich mit einer kleinen Gruppe von Schreibenden in Paris. Einige der Teilnehmerinnen berichten in ihren Blogs von ihren Erfahrungen, was mich natürlich sehr freut! Du möchtest wissen, was sie dort erlebt haben, und was sie von diesem Aufenthalt (nicht nur für ihr Schreiben) mitnehmen? Hier stelle ich dir ein paar Highlights aus ihren Blogbeiträgen vor.
„Ich habe mehr gefunden, als ich gesucht habe“
Die Krimiautorin Susanne Pohl hat in Paris ihren “Kreativbrunnen bis zum Rand gefüllt”: Sie hat dort auch allein “auf unzähligen Bänken, an der Seine, in Brasserien, im Park George Brassens, vor dem Marché de livre ancien et d’occasion, in der Bibliothèque Historique de la Ville de Paris und in der Hotelbar” geschrieben.
Dabei hat sie viele, viele Seiten in ihrem Reisetagebuch gefüllt. Gemeinsam mit unserer Gruppe ist im Jardin du Luxembourg dieser schöne Text entstanden.
Susanne hat in Paris aber nicht nur Reisetagebuch geschrieben, sondern auch eine andere Spielart ihres Schreibstils wiederentdeckt, die sie bisher wenig gelebt hat:
“Ich habe sehr skurrile Texte mit Anklang an magischen Realismus geschrieben. Ein Feedback dazu war, deine Texte klingen, wie Dali gemalt hat. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Überhaupt war das bestärkende Feedback aus der Gruppe wunderbar.”
Susannes ganzen Erfahrungsbericht kannst du hier lesen.
Was eine Lektorin in Paris gelernt hat
Bettina Verheyen ist Lektorin und berichtet in ihrem Blogbeitrag, wie die Schreibreise nach Paris ihren Blick auf das Schreiben verändert hat. Sie hat dort zum ersten Mal Gateless Writing ausprobiert und empfand es als “spannende – und wohltuende – Erfahrung […] wie viel Kraft darin liegen kann, zuerst wahrzunehmen, was bereits funktioniert. Was schon da ist. Welche Bilder wirken. Welche Sätze Menschen berühren.”
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SCHREIBFREUDE KLINGT GUTAuch abseits unserer gemeinsamen Schreibrunden ist Bettina den Spuren berühmter Autor:innen gefolgt. Und so bringt sie in ihrem Blog treffend auf den Punkt, wie Literatur unsere Wahrnehmung von Orten verändert:
“Wer einen Roman gelesen hat, sieht eine Stadt mit anderen Augen. Plötzlich werden Straßen zu Schauplätzen. Häuser erzählen Geschichten. Und aus einem einfachen Spaziergang wird eine literarische Entdeckungsreise.”
Hier findest du Bettinas Blogbeitrag. (Sie teilt darin übrigens auch ein paar tolle Buchtipps!).
“Der Knoten für meinen Roman ist geplatzt”
Auch die Autorin und Bloggerin Susanne Ackstaller, bekannt als Texterella, war in Paris mit dabei. Sie bloggt nicht übers Schreiben, sondern betreibt seit vielen Jahren einen – sehr lesenswerten – Modeblog. Umso mehr freue ich mich, dass sie in diesem Beitrag auch die Schreibreise nach Paris erwähnt: Sie zieht darin das schöne Fazit, dass dort für ihr Romanprojekt möglicherweise „der Knoten geplatzt“ sei!
Genau das, was in diesen Beiträgen durchklingt, wünsche ich allen Schreibenden (natürlich nicht nur in Paris): Die eigenen kreativen Brunnen zu füllen, das Vertrauen ins eigene Schreiben zu vertiefen – und sich als Teil einer wertschätzenden Gemeinschaft zu erleben.
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