Wie ein Ortswechsel dein Schreiben verändert

Zuhause hat das Schreiben oft seinen festen Platz, am Schreibtisch oder zu bestimmten Tageszeiten. Vielleicht hast du deine Routinen schon liebgewonnen, aber trotzdem manchmal das Gefühl, beim Schreiben festzustecken. Dann brauchst du vielleicht einfach mal eine Auszeit mit viel Raum und Inspiration speziell für deine Texte: Auf einer Schreibreise bekommst du den Kopf frei und lässt wieder frische Ideen herein.

Schreiben auf Reisen? Oder doch eine Schreibreise?

Natürlich kannst du jederzeit eine „ganz normale“ Reise machen und deinen Laptop und Schreibsachen einpacken. Unterwegs nimmst du dir dann bewusst Zeit für dein Schreibprojekt, verfasst Reise-Haiku oder führst Reisetagebuch. (Tipp: Lass dich von Hanns-Josef Ortheils Klassiker Schreiben auf Reisen inspirieren).

Ein Format, das noch tiefer geht, ist eine geführte Schreibreise zusammen mit Gleichgesinnten. Dabei gibt dir deine Reisebegleitung – ein Schreibcoach – vor Ort eine gewisse Struktur vor: Ein Teil des Tages besteht aus gemeinsamen Schreibzeiten mit gezielten Impulsen und oft auch moderierten Lese- und Feedbackrunden. Mit diesen Anregungen fließen meistens andere Texte aufs Papier als bei einer selbstorganisierten Reise.

Zwischen gemeinsamen Schreibeinheiten kannst du allein oder mit anderen den Reiseort erkunden. Diese Exkursionen regen dich zusätzlich dazu an, Ideen zu sammeln und Notizen zu machen: Du begibst dich auf die Spuren literarischer Vorbilder, stöberst in urigen Buchhandlungen oder lässt dich einfach treiben.

Warum Schreibreisen deine Kreativität fördern

Auf Reisen klinkst du dich aus deinem gewohnten Alltag aus. Du bist nicht ständig erreichbar, der veränderte Tagesrhythmus lockert festgefahrene Routinen und der Ortswechsel bringt neue Sichtweisen. Vielleicht bewegst du dich sogar auch ein Stück außerhalb deiner Komfortzone – vor allem dann, wenn du einen anderen Kulturkreis erkundest.

Mit geschärfter Wahrnehmung öffnest du dich unterwegs für neue Eindrücke: Du lässt die Gedanken schweifen, beobachtest Menschen und Landschaften, nimmst Farben, Formen oder Gerüche wahr. Ganz automatisch bekommst du Lust, das alles schreibend festzuhalten …

Und damit sind wir bei einem entscheidenden Punkt: Auf einer Schreibreise geht es allen Anwesenden (auch) ums Schreiben! Du musst dich nicht dafür rechtfertigen, dass du dich zwischendurch mit Stift und Notizbuch zurückziehst: Alle anderen arbeiten ja auch an ihren Texten. In solchen Runden ergeben sich wie von selbst anregende Gespräche – nicht nur übers Schreiben.

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Der Ort fließt unbewusst in deine Texte ein

Wenn du gern schreibst, notierst du dir auf Reisen sicher ganz selbstverständlich Erlebnisse, Beobachtungen und Alltagsszenen. Aber selbst dann, wenn du nicht schreibst, füllst du deinen Speicher unterwegs mit neuen Schreibideen. Wer weiß, vielleicht tauchen sie später unerwartet in deinen Texten auf …

Ein urbanes Reiseziel wie Paris oder Wien bringt natürlich eine andere Energie in dein Schreiben als eine abgelegene Berghütte. In der Metropole bist du mittendrin: Du nimmst Straßenszenen, Stimmengewirr und Geräusche wahr und kannst dich in Museen, Galerien oder Konzerthäusern inspirieren lassen. Vielleicht schreibst du dort kurze Szenen und knackige Dialoge oder entdeckst Schauplätze für neue Geschichten.

Eine ruhigere Reisevariante in der Natur, vielleicht kombiniert mit Wandern, Fasten oder Yoga, lädt dagegen eher dazu ein, nach innen zu schauen. Dort entstehen oft nachdenklichere Texte, Gedichte oder Autobiografisches. Vielleicht schaffst du es in diesem Setting besonders gut, dich auf dein Buchprojekt zu konzentrieren …

Für wen sind Schreibreisen geeignet? Und welche passt zu dir?

Grundsätzlich eignet sich eine geführte Schreibreise für alle, die gern schreiben (möchten) – egal, ob hobbymäßig oder professionell. Normalerweise muss man dabei keine Schreibideen mitbringen, da die Texte erst vor Ort entstehen. (Aber natürlich kannst du die Anregungen immer auch für dein bestehendes Schreibprojekt nutzen.)

Es geht also eher darum, welches Konzept zu deiner aktuellen Schreibsituation passt: Wenn du deinen Roman fertigstellen möchtest, hast du vermutlich andere Bedürfnisse als jemand, der das Schreiben gerade erst für sich entdeckt.

Neben der Frage nach dem Reiseziel könntest du ausloten, von welchem Konzept du dir besonders viel versprichst:

  • Brauche ich viel Zeit für mich oder suche ich vor allem Austausch in der Gruppe?
  • Wo stehe ich mit meinem Schreiben: Habe ich Lust, drauflos zu schreiben, oder möchte ich meinen Roman voranbringen?
  • Welche Art von Inspiration suche ich (freies Schreiben, konkrete Übungen, Themenworkshops, Textfeedback etc.)?
  • Wie viel angeleitete Schreibzeit und fachlichen Input brauche ich?
  • Wie wichtig ist mir ein (organisiertes/touristisches) Rahmenprogramm vor Ort?

Eine wirkungsvolle Auszeit (nicht nur) für dein Schreiben

In den Leserunden vor Ort zeigt sich, dass auf einer Schreibreise anschaulichere, lebendigere Texte entstehen als am heimischen Schreibtisch. Durch die neuen Anregungen verändert sich auch der Zugang zum Schreiben: Das Vertrauen in die eigene Stimme wächst und die Schreiblust wird neu geweckt. Auch der Austausch mit anderen Schreibenden tut gut und einige der Gespräche wirken noch lange nach.

Natürlich kann es auch mal schön sein, die Urlaubszeit einfach mit einem guten Buch in der Hängematte zu verbringen! Eine kreative Auszeit bringt aber oft einen nachhaltigeren Erholungseffekt – und das wirkt sich letztlich nicht nur aufs Schreiben aus, sondern auf das allgemeine Wohlbefinden.

Bist du bereit für eine inspirierende Auszeit?
Dann schau dir die Schreibreise nach Paris an!

Hi, ich bin Christine!

Hier blogge ich übers Schreiben. Du suchst kreative Impulse oder Schreibtipps? Dann lies einfach mal in Ruhe rein …

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