Schreibunlust spielerisch überwinden

Tolkien hatte sie. Dostojewski hatte sie. Sogar Stephen King hatte sie. Und der schreibt fast jedes Jahr einen dicken Bestseller. Die Rede ist von der berühmten Schreibblockade. Egal, ob das Schreiben Hobby oder Beruf ist: Die meisten Schreibenden haben diese „Angst vor dem leeren Blatt“ schon mal erlebt. Wenn du auch gerade eine gewisse Unlust verspürst, dich dem Schreiben zu widmen, dann schau dir diese vier Tipps an.

Mir geht es oft so, dass ich plötzlich große Lust bekomme, das Bad zu putzen, um mich vor meinem Newsletter zu drücken. Zum Glück ist meine Schreibunlust meist nach ein paar Stunden wieder vorbei. Bei vielen Schreibenden geht die Schreibblockade dagegen so weit, dass sie ihre Projekte ewig hinauszögern oder sogar abbrechen. Damit es gar nicht so weit kommt, könntest du mit kreativen Mitteln gegensteuern, sobald du merkst, dass du dich beim Schreiben gehemmt fühlst.

1. Mach eine kurze Schreibreflexion

Eine Schreibblockade kann vor dem Schreiben auftauchen, das heißt, du fängst gar nicht erst damit an. Sie kann während des Schreibens einsetzen, dann wirst du nicht mit deinem Projekt fertig. Oder sie sucht dich erst heim, wenn der Text fertig ist, dann traust du dich nicht, ihn zu veröffentlichen.

Wie ist das bei dir? Frage dich, wo du gerade stehst und woran deine Blockade liegen könnte. Darin liegt vielleicht schon der erste Schritt zu ihrer Lösung. Setz dich dazu gern mit Stift und Notizbuch hin – vielleicht in ein nettes Café oder raus in die Natur? – und schreibe deine Gedanken zu folgenden Fragen auf:

  1. Fällt mir das Schreiben generell schwer? Oder drücke ich mich nur vor diesem Text?
  2. Wie stehe ich zu diesem Text und seinem Thema?
  3. Was ist meine Motivation, diesen Text zu schreiben?
  4. Wovor fürchte ich mich?
  5. Wie könnte ich mich mit diesem Text/mit dem Schreiben wohler fühlen?

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2. Probiere es mit kreativen Techniken, Bewegung oder Entspannung

Mit deiner Schreibreflexion bist du vielleicht darauf gekommen, dass es nur dieser spezielle Text ist, der dich langweilt oder stresst. Dann kannst du dir überlegen, ob du ihn wirklich zu diesem Zeitpunkt schreiben musst. Vielleicht brauchst du ihn gar nicht?

Wenn du es nicht vermeiden kannst, den Text zu schreiben, können dir kreative Techniken wie Clustering oder Freewriting helfen, wieder in den Flow zu kommen. Auch Bewegung kann helfen, den Kopf freizubekommen: Teste doch mal, ob sich ein Spaziergang, eine Laufrunde oder eine Yogasession positiv auf dein Schreiben auswirken.

Auch Entspannung und Meditation können dabei helfen, den Alltag auszublenden und in der inneren Schreibwelt anzukommen. Darum stimmen wir uns beim Gateless Writing immer mit einer Entspannungseinheit ein. Das muss gar nicht viel sein: Vielleicht reicht es, wenn du kurz die Augen schließt und deine Schreibsession mit ruhiger Instrumentalmusik einleitest. (Ein paar Tipps dazu findest du in diesem Blogbeitrag).

3. Finde ein Ritual, wechsele den Ort und belohne dich

Gute Schreiborte und Schreibzeiten sind weitere Faktoren, über die du nachdenken könntest: Wenn es irgendwie möglich ist, schreibe zu einer Tageszeit, die deiner inneren Uhr entspricht. Probiere aus, an welchen Plätzen du gut schreiben kannst: Vielleicht magst du das Stimmengewirr in einem Café oder du möchtest dich mal mit einer Decke zum Schreiben auf eine Wiese setzen. Auch ein Schreiburlaub an einem inspirierenden Ort kann wieder Schwung in dein Schreibprojekt bringen.

Es klingt simpel, aber manchmal hilft es, zwischendurch das Schreibgerät zu wechseln. Du tippst immer am Laptop? Dann schreib doch mal wieder mit der Hand und genieße, wie der schöne Füller über das Papier gleitet.

Hast du eigentlich schon ein Schreibritual? Sonst lass dich von den Anregungen in diesem Blogbeitrag inspirieren. Überlege dir auch eine schöne Belohnung, die dir winkt, wenn der Text fertig ist.

4. Verabschiede dich vom Perfektionismus – und lerne, auf deine Stimme zu vertrauen

Vielleicht ist es auch dein Perfektionismus, der dich beim Schreiben hemmt! Aber muss dein Text denn wirklich (jetzt schon) perfekt sein? Oft kommen noch viele Korrekturschleifen oder auch ein Lektorat, bevor du ihn veröffentlichst. Ich sehe meine Blogbeiträge immer als Momentaufnahmen: Später kann ich immer wieder daran herumfeilen und sie aktualisieren. Auch Tippfehler sind online ruckzuck ausgebessert.

In vielen Fällen steckt hinter einer Schreibblockade auch mangelndes Vertrauen in den eigenen Stil. Wenn du mehr Mut zu deiner eigenen Schreibstimme entwickeln möchtest, schau dir mal Gateless Writing an:

In diesen gemütlichen Runden schreibst du nach einer kurzen Entspannung zu einem kreativen Impuls – und bekommst dann ein Feedback, das gezielt deine Schreibstärken beleuchtet. Diese Form der Resonanz beflügelt dich und hilft dir, zu erkennen, was dir und deinen Texten steckt.

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