Wenn du dich mit dem kreativen Schreiben beschäftigst, vielleicht auch selbst Workshops leitest, kennst du sicher das Buch „66 Schreibnächte“: Katrin Girgensohns und Ramona Jakobs „Anstiftungen zur literarischen Geselligkeit“ sind längst ein Klassiker! Im Sommer 2026 ist mit „66 frische Schreibnächte“ ein Folgeband erschienen, in dem Übungen von verschiedenen Schreibgruppenleiterinnen versammelt sind. Ich habe dazu mein Konzept „Der Soundtrack deiner Jugend“ beigesteuert.
Der passende Sound fürs Schreiben
Vielleicht weißt du schon, dass ich in meinen Schreibworkshops gern Musik einsetze: Inspiriert von Klängen fließen unsere Ideen nämlich (meistens) leichter aufs Papier. Erinnerungen tauchen plötzlich wieder auf, Schauplätze werden greifbar und fiktive Figuren erwachen zum Leben …
Beim Workshop „Der Soundtrack deiner Jugend“ nutzen wir gezielt die Musik, die uns als Kinder oder Jugendliche geprägt hat, um uns an die damalige Zeit zu erinnern. Sie hilft uns dabei, noch bewusster in das Lebensgefühl von damals einzutauchen.
Dabei tauchen oft längst vergessen geglaubte Anekdoten wieder auf. Klar, dass ein bisschen Fremdschämen und eine Prise Nostalgie fester Bestandteil solcher Schreibrunden sind. Aber es wird dabei immer auch viel gelacht!
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Dann lege dir Stift und Notizbuch bereit und folge diesen einfachen Schritten:
- Schließe kurz die Augen und erinnere dich an die Zeit, in der du in der Pubertät warst. Vielleicht stammst du aus der Generation, die noch Mixtapes auf Kassetten aufgenommen hat. Vielleicht hattest du Bravo-Poster von Boygroups an der Wand. Oder vielleicht haben dich zu der Zeit und an dem Ort, an dem du aufgewachsen bist, ganz andere Klänge begleitet.
- Welche Musik taucht bei dieser Übung als erstes in deiner Erinnerung auf? Ein bestimmter Song, den du in deinem Jugendzimmer rauf und runter gehört hast? Das Lied, das lief, als du deinem damaligen Schwarm zum ersten Mal begegnet bist? Oder die Schlagermusik, die deine Großeltern so gern gehört haben?
- Lege sie jetzt wieder auf (vermutlich findest du sie auf einem Streamingdienst deiner Wahl oder auf YouTube).
- Höre dir die Musik ganz bewusst an.
- Sobald du bereit bist, schreibst du einfach drauflos. Lass dich von der Musik tragen und sei überrascht von dem, was auf dem Papier wieder auftauchen wird.
Achtung: Musik ist ein starker Impuls! Wenn du merkst, dass beim Schreiben negative Erinnerungen hochkommen, mach lieber eine Pause. Lege dir dann am besten fröhlichere Musik auf (Girls just wanna have fun von Cyndi Lauper oder Happy von Pharrell Williams … so etwas in der Art).
Bist du beim Schreiben mit Musik auf den Geschmack gekommen? Dann findest du in diesem Blogbeitrag noch weitere Anregungen.
(Aktuell biete ich den Soundtrack-Workshop zwar nicht an, aber natürlich kannst du auf viele Arten bei mir – angeregt von Musik – schreiben! Schau doch gleich mal nach, ob dir einer der Termine passt.)
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