5 Tipps gegen Schreibblockaden

Hast du dich auch schon mal dabei ertappt, dass du angefangen hast, das Bad zu putzen, um dich vor deinem Schreibprojekt zu drücken? Damit bist du nicht allein. Oft ist so eine kurze Schreibunlust nach ein paar Stunden wieder vorbei. Manchmal weitet sie sich aber zu einer handfesten Schreibblockade aus. Generationen von Schriftsteller:innen können davon ein Lied singen … Damit es gar nicht erst so weit kommt, könntest du mit diesen fünf Tipps gegensteuern.

1. Lies doch mal, anstatt zu schreiben

Wenn du gerade nicht schreiben kannst, dann lies doch zwischendurch etwas! Romane, aber auch Sachbücher können dich inspirieren und dir neue Ideen liefern. Lesen ist nie verschwendete Zeit, denn du erweiterst damit automatisch deinen sprachlichen „Werkzeugkoffer“. Natürlich musst du die Bücher nicht analytisch lesen, aber vielleicht möchtest du Textpassagen anstreichen, die dir gefallen, oder dir schöne Wörter notieren.

Schreibratgeber solltest du in deiner momentanen Phase nicht durchackern (es sei denn, du hast wirklich Lust dazu). Inspirierender sind Bücher, in denen du Autor:innen über die Schulter schauen kannst. Meine Lieblingstipps sind Stephen Kings Memoir „Das Leben und das Schreiben“, Doris Dörries „Leben. Schreiben. Atmen“ und das wunderbare Buch „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells.

Diese Bücher geben dir das Gefühl, mit deiner momentanen Blockade in guter Gesellschaft zu sein. Und sie machen Mut, deinen Weg – trotz gelegentlicher Rückschläge – weiter zu gehen.

2. Schreibe in kurzen Einheiten

Du musst dir nicht gleich das ganze Wochenende fürs Schreiben freischaufeln. Auch (oder gerade) wenn du in kurzen Einheiten schreibst, kannst du eine Menge schaffen. Selbst wenn du nur eine Viertelstunde Zeit hast: Es lohnt sich immer, etwas zu schreiben.

Greife dir dazu etwas heraus, das machbar ist. Öffne dein Dokument und schreibe den nächsten Absatz. Oder nimm dir Stift und Notizbuch und schreibe mit der Hand frei drauflos: Einen knackigen Dialog. Eine Ortsbeschreibung. Eine kurze Szene. Du könntest auch ein Haiku verfassen, einfach so zum Spaß … Wenn du wenig Zeit hast, setze dir ein (überschaubares) Wortziel: 100 oder 300 Wörter schaffst du locker.

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3. Plane feste Schreibzeiten ein

Viele Schreibprofis bestätigen, dass sie nicht auf Inspiration warten, sondern sich im Kalender feste Schreibzeiten einplanen. Wenn die Zeit gekommen ist, legen sie einfach los. Ohne Wenn und Aber.

Überlege dir, wann solche guten Schreibzeiten für dich sein könnten. Bist du ein Morgenmensch? Oder wirst du erst so richtig kreativ, wenn es wieder dunkel wird? Richte dich (wenn irgendwie möglich) dabei nach deiner inneren Uhr. Kalkuliere auch ein, dass eine Stunde Schreibzeit netto höchstens 45 Minuten ergibt: Vielleicht schweifst du zwischendurch gedanklich ab, wirst kurz unterbrochen oder holst dir etwas zu trinken …

4. Sei anderweitig kreativ

Es kann viele Gründe geben, warum das Schreiben an manchen Tagen einfach nicht klappen will. Die Bestseller-Autorin Amy Tan schlägt vor, dann stattdessen zu zeichnen – aber natürlich kannst du auch basteln, stricken oder musizieren.

Die Tatsache, dass du trotzdem etwas Kreatives machst, tröstet dich (vielleicht) darüber hinweg, dass du nicht schreibst. Und du sammelst dabei unbewusst Inspiration für Zeiten, in denen dir das Schreiben wieder leichter von der Hand geht.

5. Entspanne dich vor dem Schreiben

Nimm dir vor dem Schreiben immer etwas Zeit, um erst einmal „runterzukommen“. Dazu kannst du ruhige Musik hören, eine Yogaübung machen, oder kurz die Augen schließen und ein paar Mal tief durchatmen.

Wenn dich dabei Gedanken ablenken oder belasten, nimm dir Zeit, sie zu notieren. So fällt es dir leichter, sie für eine Weile ruhen zu lassen und dich aufs Kreativsein zu konzentrieren.

Manchmal kreisen in unserem Kopf so viele stressige Gedanken, dass wir nicht ins Schreiben kommen. Darum beginnen wir beim Gateless Writing immer mit einer kleinen Entspannungseinheit: Damit lassen wir den Alltag hinter uns und kommen in eine gute Schreibstimmung. So fließen die Geschichten wie von selbst locker aufs Papier.

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