Journaling zum Jahreswechsel

Am Jahresende blicken viele von uns noch einmal zurück und schaffen innerlich Platz für Neues. Neigst du dann auch dazu, deinen Kalender gleich mit neuen To-do-Listen zu füllen? Dann nimm dir vorher noch etwas Zeit, um die glücklichen Momente zu reflektieren, die dein Jahr bereichert haben! Mit diesen Journaling-Impulsen kannst du das noch bewusster machen.

Komm gestärkt im neuen Jahr an

Wenn wir Erlebtes aufschreiben, können wir unsere Gefühle besser einordnen. Wir erkennen Muster und Entwicklungen, und selbst schwierige Situationen werden leichter, wenn wir sie schreibend verarbeiten. Natürlich gilt das auch für schöne Momente: Es tut gut, sie auf dem Papier festzuhalten, und später noch einmal nachzulesen.

Vielleicht machst du das alles sowieso regelmäßig, z. B. mit Morgenseiten. Wenn nicht, dann ist der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt dafür: So schließt du mit Vergangenem ab und startest gestärkt ins neue Jahr.

Schaffe einen angenehmen Rahmen

Vor dem Schreiben finde ich es sinnvoll, sich kurz Zeit zu nehmen, um aus dem Alltag auszusteigen und den Kopf freizubekommen. Das gilt beim Journaling genauso wie beim kreativen oder literarischen Schreiben. Probiere aus, was für dich gut funktioniert. Vielleicht ein besonderes Ritual oder eine Atemübung?

Mach es dir zum Schreiben gemütlich, auf dem Sofa, bei Kerzenschein oder mit einer Tasse Tee. Lege vielleicht Musik auf, die du in diesem Jahr gern gehört hast. Sorge dafür, dass du ungestört bist. Und schreibe am besten mit der Hand in einem Notizbuch.

Sorge gut für dich

Normalerweise rege ich dazu an, vor dem Schreiben den Timer auf 10 – 15 Minuten zu stellen. Bei dieser Journaling-Einheit kann es sein, dass du mehr Zeit brauchst, um gedanklich in Ruhe ins vergangene Jahr einzutauchen.

Achte aber darauf, dass es dir beim Schreiben grundsätzlich gut geht! Falls unangenehme Erinnerungen auftauchen oder du traurig wirst, brich diese Übung lieber ab.

Greife dir unten die Fragen heraus, die dich am meisten ansprechen. Gehe im Kopf dein Jahr durch – Monat für Monat oder nach wichtigen Ereignissen wie Urlauben oder Feiern. Und schreibe dann einfach drauflos.

Suchst du noch mehrInspiration
für dein Schreiben?

Dann lade dir jetzt für 0 Euro meine Schreibfreuden-Rezepte runter: Ein Mini-E-Book mit Tipps, die dich entspannt in den Flow bringen.

SCHREIBFREUDE KLINGT GUT

Journaling-Impulse zum vergangenen Jahr

I. Glücksmomente

  • Welche Momente haben sich richtig gut angefühlt?
  • Wer oder was hat mich glücklich gemacht?
  • Bei welcher Erinnerung muss ich schmunzeln?
  • Was hat mir Spaß gemacht, was hat mich berührt?
  • Wann habe ich mich lebendig, leicht oder frei gefühlt?

II. Sinnstiftende Erfahrungen

  • Welche Momente hatten für mich eine besondere Tiefe?
  • Welche Personen haben mich inspiriert?
  • Wobei habe ich andere Menschen unterstützt?
  • Was hat mich stolz gemacht, was ist mir gut gelungen?
  • Welche Werte oder Überzeugungen haben mich begleitet oder beschäftigt?

III. Persönliches Wachstum

  • Was habe ich in diesem Jahr Neues erlebt oder gelernt?
  • Welche Situationen haben mich überrascht?
  • Welche Herausforderung hat mich besonders geprägt?
  • Welche Erfahrungen haben mir neue Perspektiven eröffnet?
  • Wie habe ich mich persönlich weiterentwickelt?

Notiere alle Erinnerungen, die du dir bewahren möchtest. Schreibe gern scheinbare Kleinigkeiten auf, vielleicht auch sinnliche Details wie Klänge oder Düfte, oder zwischenmenschliche Gesten. Du kannst im Fließtext schreiben, oder eine Liste anlegen mit schönen Momenden oder den Erkenntnissen die du gewonnen hast.

Ausblick aufs kommende Jahr

Zu diesen Journaling-Impulsen hat mich der Dezember-Newsletter der Yogalehrerin Sabine Krieger inspiriert. Sie regt darin mit ähnlichen Fragen dazu an, sich am Jahresende Gedanken zu machen, was unser Leben wirklich bereichert. Dabei geht es natürlich nicht um materiellen Reichtum, sondern um die Fülle von Erfahrungen und Erlebnissen – sie nennt das unseren “psychologischen Reichtum”.

Vielleicht hat dir das Journaling gezeigt, wie reich das vergangene Jahr für dich war! Wenn du möchtest, schließe diese Schreibeinheit mit einem kurzen Ausblick ab. Frage dich: “Was lasse ich jetzt bewusst hinter mir? Und was möchte ich ins neue Jahr mitnehmen?”

Du suchst noch weitere Schreibanregungen? Dann schau dir meine früheren Beiträge “Schreiben zum Jahreswechsel” und “Schreibimpulse zum neuen Jahr” an.

Du möchtest nicht nur übers Schreiben lesen?

Dann schreib einfach selbst mit: Bei meinen virtuellen Workshops kannst du jederzeit einsteigen!

Hi, ich bin Christine!

Hier blogge ich übers Schreiben. Du suchst kreative Impulse oder Schreibtipps? Dann lies einfach mal in Ruhe rein …

Vernetzen wir uns?

Lies doch gleich weiter!

Bild zum Blogbeitrag Welcher Schreibtyp bist du. Zeigt einen Wegweiser.

Welcher Schreibtyp bist du?

Auf Social Media und in Schreibforen taucht immer wieder die Frage auf, was denn nun … Weiterlesen
Bild zum Blogbeitrag Textfeedback. Zeigt Hände mit zarter Pflanze.

Wie geht wertschätzendes Textfeedback?

„Natürlich gibt es da noch ein paar Baustellen …“, sagte die Hobbygeigerin entschuldigend. Sie hatte … Weiterlesen
Bild zum Blogbeitrag "Kreatives Schreiben im Alltag", zeigt ein offenes Notizbuch.

Kreatives Schreiben im Alltag

Wir Menschen sind gern kreativ – das haben wir einer künstlichen Intelligenz wie ChatGPT voraus! … Weiterlesen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner