Du kannst dich nicht zum Schreiben aufraffen? Dein Schreibprojekt kommt dir langweilig vor? Egal, welchen Grund dein aktuelles „Schreibtief“ hat: Hier gebe ich dir drei kreative Tipps, mit denen du locker wieder ins Schreiben kommst. Nimm dir gleich ein paar Minuten Zeit dafür, sei offen und probiere etwas Neues aus.
Bereite dich vor
Schnapp dir dein Notizbuch und einen Stift, such dir einen gemütlichen Platz und stimme dich kurz aufs Schreiben ein. Dazu kannst du einfach die Augen schließen und ein paar Mal tief durchatmen. Oder lege ruhige Instrumentalmusik auf. Wichtig ist, dass du dir – vielleicht sogar mit einem kleinen Ritual – bewusst ein paar Minuten nimmst, um vor deiner Schreibzeit aus dem Alltag rauszukommen.
Stell dann deinen Timer auf zehn Minuten und nimm dir eine der drei Schreibübungen vor. Grübele nicht lange, sondern schreibe einfach drauflos. Lass dich von dem überraschen, was aufs Papier fließt …
1. Mach das Gegenteil
Mach spaßeshalber mal konsequent das Gegenteil von dem, was du sonst beim Schreiben tust:
- Du schreibst kurz und knackig? Dann vergnüge dich mit endlosen Schachtelsätzen.
- Du schreibst gern Liebesgeschichten? Dann trau dich, gruselige Zeilen zu verfassen.
- Du schreibst gern abends? Dann setz dich mal frühmorgens an den Rechner.
- Du hast es beim Schreiben gern ruhig? Dann lege dir zur Abwechslung Musik auf.
- Du tippst immer am Laptop? Dann versuche mal wieder, mit der Hand zu schreiben.
- Du schreibst immer allein? Dann setz dich in ein belebtes Café (oder buche einen Workshop).
Regelmäßige Routinen tun zwar gut und sind fürs Schreiben eigentlich sinnvoll. Sie können aber auch bewirken, dass du nicht leicht auf frische Ideen kommst. Versuche daher, ab und zu deine gewohnten „Schreib-Pfade“ zu verlassen.
2. Was wäre, wenn …?
Diesen Schreibimpuls kannst du immer dann anwenden, wenn du bei einer Szene feststeckst. Oder du erfindest damit ganz neue Stories.
Frage dich: „Was wäre, wenn …?“ Das kann etwas Einfaches sein, wie „was wäre, wenn meine Hauptfigur jetzt überraschend eine Postkarte bekommt?“ Und schon kannst du den Gedanken weiterspinnen …

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SCHREIBFREUDE KLINGT GUTNatürlich können deiner Figur auch unrealistische Dinge passieren. Was wäre, wenn ihr Spiegelbild plötzlich ein Eigenleben entwickelt?
Der Autor Neil Gaiman empfiehlt gern, zwei Dinge zu verbinden, die scheinbar überhaupt nicht zusammenpassen: „Was wäre, wenn ein Werwolf einen Stuhl beißt?“ Wird dieser dann bei Vollmond zu einem Stuhlwolf (bei Gaiman also ein chairwolf)? Was für eine Geschichte könnte dieser chairwolf erleben?
Deine Antworten auf die Frage „was wäre, wenn“ dürfen also ruhig verrückt sein!
3. Kopiere deine Vorbilder
Nimm dir einen kurzen Abschnitt aus dem Buch vor, das du gerade liest. Schreibe ihn mit der Hand einfach nur ab und tauche dabei in die Sprache und den Rhythmus ein.
Versuche dann, eine neue Szene in diesem Stil zu schreiben. Kopiere ihn schamlos! Egal, ob es sich dabei um Amy Tan, John Grisham oder Juli Zeh handelt.
Wenn du magst, dann analysiere: Was gefällt dir an diesem Stil? Was davon möchtest du für dein eigenes Schreiben übernehmen?
Es kann auch ein spannendes Experiment sein, in einen Stil einzutauchen, der dir nicht gefällt:
Leih dir einen schwülstigen Liebesroman aus (oder etwas anderes, das du NIEMALS lesen würdest.) Schreibe eine Passage ab und kopiere anschließend den Stil, aber mit einer eigenen Schreibidee. Parodiere ruhig den Kitsch und koste jedes abgedroschene Klischee aus.
Und mach es danach bei deinen eigenen Texten bewusst anders.
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